8. Mai 2015

Personalwirtschaft 5/2015: Fitness-Tools mit Spaßfaktor

Die Rolle der Führungskräfte entscheidet über den Erfolg – so lautet eine der wichtigsten Regeln für die Implementierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in die Unternehmensstrategie. Das bedeutet für Personalentwickler und Geschäftsführung: Führungskräfte müssen während der Realisierungsphase die aktive Beteiligung der Mitarbeiter im BGM unterstützen. Dazu gehört auch, den erforderlichen Zeitrahmen für die Teilnahme an den Gesundheitsprogrammen zur Verfügung zu stellen und offen zu kommunizieren.
Die Haltung „Ich finde es gut, wenn ihr daran teilnehmt und ich bin selbstverständlich auch dabei“, ist ein ganz wesentlicher Punkt für die Motivation der Mitarbeiter. Allerdings wird ein Programm, das nicht auf individuelle Anforderungen eingeht, schwerlich angenommen. Die folgenden Praxisbeispiele zeigen, wie es mit online-basierten Maßnahmen und Vital-Monitoring gelingt, sich auf die persönlichen Bedürfnisse eines jeden Mitarbeiters einzustellen.

Schritt für Schritt zum persönlichen Gesundheitsziel

Die Hamburg Süd-Gruppe betreibt ein umfangreiches Programm für betriebliches
Gesundheitsmanagement, das den Mitarbeitern unter dem Namen „Go for Health“ bekannt ist. Es umfasst Prävention und Früherkennung bis hin zu vielfältigen
Maßnahmen für mehr Bewegung und Entspannung. Die Reedereigruppe, seit mehr als 140 Jahren im Seetransport tätig, entschied sich dafür, das Gesundheitsportal „moove“ ergänzend einzusetzen. Damit bekommen die 930 Mitarbeiter an den Unternehmensstandorten in Hamburg und Bremen nun auch digitale Unterstützung. Dabei begleitet das onlinebasierte Gesundheitsportal „moove“ jeden Mitarbeiter Schritt für Schritt zu seinen persönlichen Gesundheitszielen und motiviert dazu, den kleinen Faulpelz in uns Stück für Stück aufzuscheuchen. Um die Belegschaft von Beginn an mit ins Boot zu holen, starteten die Hamburg Süd-Gruppe und vitaliberty das gemeinsame Projekt mit zwei „Go for Health Days“. An diesen Gesundheitstagen konnten sich die Mitarbeiter ausführlich über das Portal und die digitalen Module informieren. Weitere Gesundheitspartner, wie Fitness First, die Visual Academy und die Heimat Krankenkasse ergänzten das Angebot vor Ort. Im Anschluss erfolgte eine klassische Analyse der Gesundheitssituation, ein wissenschaftlich fundiertes Tool – „moove Health Assessment“. Sabine Koops, Koordinatorin Gesundheitsmanagement bei Hamburg Süd: „Trotz umfangreicher Gesundheitsmaßnahmen sind wir nicht dagegen gefeit, dass unsere Mitarbeiter den zunehmenden Anforderungen der heutigen Leistungsgesellschaft Tribut zollen müssen. Daher hat das frühzeitige Erkennen von möglichen Gefährdungen und Risikopotenzialen für uns oberste Priorität.“

Anonyme Befragung als Basis

Die Befragung erfasste anonym den Gesundheitszustand sowie sämtliche Aspekte der Arbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter. Ein ausführlicher Bericht stellte den Gesundheitsstatus und die Zufriedenheit der Belegschaft anhand eindeutiger Kennzahlen dar und „machte Handlungsbedarfe sofort sichtbar“, so Sabine Koops. Die Integration von onlinebasierten Tools wie „moove“ und die Umsetzung des Projektes wurde durch die Heimat Krankenkasse initiiert. Laut Klaus Nienaber, Leitung Gesundheitsmanagement
der Heimat Krankenkasse, stellt der Praxiseinsatz ein „flagship-Projekt“ dar, das wichtige Erkenntnisse und einen hohen Nutzen sowohl für die Beschäftigten als auch dem Arbeitgeber Hamburg Süd bringen wird.

Zum vollständigen Artikel in der Personalwirtschaft 5/2015

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