18. Januar 2016

IHK Magazin München: Mit E-Health-Lösungen zu mehr Gesundheit

Während ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in vielen Großunternehmen ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie ist, erkennen nun auch viele mittelständische Betriebe, dass die Förderung der Gesundheit der eigenen Belegschaft eine Investition in die Zukunft des ganzen Unternehmens ist – denn nur Mitarbeiter, die gesund und fit sind, können Spitzenleistungen erbringen. Wie aktuelle Studien zeigen, fehlt es dem Mittelstand jedoch häufig an konkreten Zielsetzungen und Strategien, vielfach aber auch an finanziellen und personellen Ressourcen, um das Thema Gesundheit als strategischen Prozess im Unternehmen zu verankern. Es bleibt häufig bei Einzelmaßnahmen, wie gelegentlichen Gesundheitstagen, die nach dem „Gießkannenprinzip“ für die gesamte Belegschaft angeboten werden. Bedarfsgerechte Maßnahmen, die sich nach individuellen Bedürfnissen richten, bleiben häufig auf der Strecke.

Mit digitalen Helfern zu individuellem BGM

Innovative Technologien wie Gesundheitsportale, mobile Apps und tragbare Sensoren (Wearables) bieten eine Vielzahl an Chancen, um Beschäftigte ganz individuell für das Thema Gesundheit zu sensibilisieren und zu motivieren.

Chancen digitaler BGM-Lösungen

Jedes BGM sollte mit einer fundierten Bedarfsanalyse starten. Online-Befragungen ermöglichen es, den Gesundheitszustand eines jeden Mitarbeiters anonym und unter Einhaltung höchster Datenschutzanforderungen zu erfassen. Eine sofortige Auswertung macht gesundheitsrelevante Ressourcen und Risikopotenziale sichtbar und liefert Ansatzpunkte für zielgerichtete Gesundheitsmaßnahmen. Jederzeit und überall etwas für die Gesundheit tun: Digitale Lösungen ermöglichen es, dass alle Mitarbeiter von Gesundheitsangeboten profitieren können – auch im Außendienst, auf Geschäftsreise oder im Homeoffice.

Gesundheit darf Spaß machen: Ein webbasierter Ansatz bietet die Chance, eine neue Zielgruppe der Berufstätigen anzusprechen: die „Gesundheitsfernen“. Dazu gehören etwa junge Beschäftigte oder Männer, die sich bisher der Prävention meist völlig entziehen, aber sehr Internetaffin sind. Fitnessarmbänder, Smartwatches oder Gesundheits-Apps ermöglichen einen niederschwelligen Einstieg in das Thema Gesundheit. Sie sorgen mit einem spielerischen Ansatz für mehr Motivation und den nötigen Spaßfaktor.

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