8. Juli 2014

working@office, 08.07.2014: Mit Schlaf Stress abbauen?

Schlaf-Balance Programm von moove

Wenn wir im Berufsalltag über Stressfolgen diskutieren, wird ein Aspekt relativ selten beleuchtet: der gesunde Schlaf. Mehr noch, wer wenig Schlaf benötigt, gilt als belastbar und fit oder hält sich dafür. Doch ist das wirklich so?

Wenn Gesundheits- und Präventionsprogramme Einzug in die Unternehmen halten, wird in der Regel noch zu selten der Einfluss des gesunden Schlafes auf den Gesundheitszustand thematisiert. Dieser Aspekt ist umso interessanter, da Schlafstörungen die Leistungsfähigkeit in hohem Maße beeinflussen, sie sind wichtige Warnzeichen für eine fehlende Balance, zumeist Vorboten von chronischer Erschöpfung und in Verbindung mit den logischen Konzentrationsschwierigkeiten ein erheblicher Risikofaktor für Mitarbeiter, Führungsstil und Produktivität in den Unternehmen.

Ständige Erreichbarkeit fördert Schlafstörungen
Dazu kommt, dass durch Reizüberflutung und ständige Erreichbarkeit in der Tat die Schlafstörungen zugenommen haben. Stress, Schlafstörungen, Burnout - mehr als jeder Zehnte in Deutschland ist zu stark belastet. Knapp ein Drittel der im Rahmen einer Studie des Robert-Koch-Instituts befragten Erwachsenen klagen über klinisch relevante Ein- oder Durchschlafstörungen, zusätzlich berichtet etwa ein Fünftel über eine schlechte Schlafqualität.

Schlaf-Balance-Programm zur Besserung des Gesundheitszustands
So ist es nur folgerichtig, dass der Baustein Gesunder Schlaf seinen festen Platz im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) einnimmt. Für das digitale BGM moove entwickelte die Mannheimer vitaliberty zusammen mit renommierten Wissenschaftlern ein Schlaf-Balance Programm, welches als individueller Baustein im Gesundheitsportal ausgewählt werden kann.

Das Programm kombiniert verschiedene innovative und auf wissenschaftlichen Standards basierende Möglichkeiten zur nachhaltigen Förderung des Schlafverhaltens. Die Aktivitäten in diesem Bereich sollen den von Schlafstörungen geplagten Mitarbeitern auf dem Weg hin zu einem verbesserten Gesundheitszustand helfen.

Profil des Schlafverhaltens erstellen
Grundlage ist das moove Portal. Mit Hilfe von Gesundheitsfragebögen zum Thema Schlaf kann ein Profil des aktuellen Schlafverhaltens erstellt werden. Auf Basis dieser Ergebnisse werden die individuellen Gesundheitsziele definiert. Dabei nutzen die Teilnehmer vier Online-Trainings, die je nach Gesundheitsziel vorrangig empfohlen werden. Hier werden viele praktische Tipps zur Verbesserung von Schlafumgebung und -Verhalten gegeben.

Checklisten, Tools, Schlafprotokolle
Die umfangreiche Aufklärung steht im Fokus; in den Lektionen wird umfangreiches Grundwissen über das Schlafverhalten und die verschiedenen Schlaftypen vermittelt. Alle Online-Trainings sind interaktiv aufgebaut und basieren auf Erkenntnissen der Schlafforschung und auf lernpsychologischen Grundlagen. Der Anwender bekommt durch Checklisten und verschiedene Tools wie zum Beispiel Schlafprotokolle hilfreiche Instrumente an die Hand.

Einige Fragestellungen rund um das Thema Schlaf:

  • Ist die Schlafumgebung dunkel genug? Halten wir uns nachts in einem zu hellen Raum auf, wird die Produktion des Schlaf-/Einschlafhormons Melatonin gebremst.
  • Ist der Ort zum Schlafen oder zum Arbeiten? Ein Arbeitsplatz (z.B. Laptopecke) im Schlafzimmer irritiert unser Unterbewusstsein. Es kommt zu einem Bedeutungskonflikt.
  • Ausreichend gelüftet? Das Gehirn braucht in der Traumphase ausreichend Sauerstoff.
  • Zeitfalle Schlafdauer: Fünf Stunden Schlaf und weniger sind kein Zeichen von Vitalität, sondern auf Dauer tatsächlich gesundheitsschädlich.
  • Schon gewusst? Menschen mit dauerhaft weniger als fünf Stunden Schlaf haben ein zweimal höheres Risiko, vorzeitig zu sterben. Menschen, die länger als zehn Stunden schlafen, sind fast gleich stark gefährdet.
  • Tipps für den optimalen Power Nap: dieser sollte zwischen 10 und 30 Minuten andauern.

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